Trauerspiel auf Kuba: Havana, Vinales und Varadero

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„Ihr könnt hier oben gerne weiter euren Mojito trinken – seid aber bitte traurig“. „Dort vorne ist eine Polizeikontrolle – macht bitte schnell die Musik aus.“

Das Timing für meine 5 Tage auf Kuba hätte schlechter nicht sein können. Seit dem Tag meiner Ankunft herrscht offiziell Staatstrauer: auf ganz Kuba darf keine Musik gespielt werden, offiziell wird kein Alkohol verkauft und Hostelbesitzer und Taxifahrer fürchten wegen der unbeschwerten Stimmung der Reisenden Probleme mit der Polizei zu bekommen. Wie gesagt – mein Timing hätte besser sein können.

Kuba in 5 Tagen: Havanna, Varadero und Vinales
Kuba in 5 Tagen: Havanna, Varadero und Vinales
Aber mal abgesehen davon – wie war denn mein Kurztrip auf Kuba?

Ohne Internet und Lonely Planet ist es für mich schon eine Herausforderung auf Kuba zu reisen. Da ich mehr Zeit als erwartet in Mexiko und Guatemala verbracht habe, sind aus dem ausgedehnten 3 Wochen Kuba-Trip dann nur 5 kurze Schnuppertage in Havanna, Vinales und Varadero geworden. Für mich war das auch erstmal genug Kuba, denn als Tourist hier zu reisen hier ist nichts fürs kleine Backpacker-Budget.

Leider fehlt durch die Staatstrauer diesmal auch der typische kubanische Charme, der so viele Besucher in seinen Bann zieht – Musik an jeder Ecke und ein aktives Nachtleben mit Salsa-Rhythmen – Fehlanzeige. Statt dessen ist es in Havanna ab 18 Uhr unheimlich still in den dunklen Straßen.

Kubanisches Straßenbild
Kubanisches Straßenbild
Trotz der eher negativen Voraussetzungen ist Kuba durchaus ein interessantes Reiseland – irgendwie eine Mischung aus vielem, was ich vorher schon gesehen habe: karibischer Sozialismus mit u.a. spanischer und amerikanischer Kolonialgeschichte:

  • Havanna: mit seinen schönen, teils renovierten Häusern und typischen Autos,
  • Vinales: mit seinen Tabak- und Kaffeeplantagen und
  • Vanadero: mit wunderschönen karibischen Stränden.

Varadero und Vinales - Natur und schöne Strände
Varadero und Vinales – Natur und schöne Strände

Tabak- und Kaffeeplantagen in Varadero
Tabak- und Kaffeeplantagen in Vinales
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Besonders nach meiner Zeit Guatemala kommt mir Kuba vergleichsweise wohlhabend und ziemlich entwickelt vor (auf alle Fälle viel mehr als ich dachte).

Yeahhh - ein Wifi-Spot...
Yeahhh – ein Wifi-Spot…
An vielen Ecken häufen sich die Kubaner, um mit ihren neuen Smartphones oder iPads online zu gehen und neben den alten amerikanischen Autos finden sich brandneue asiatische Kleinwagen.

Es gibt zwar noch lange nicht alles auf Kuba, aber die Leute kommen zurecht. So sucht man beispielsweise Pfeffer vergeblich und auch Coffee-to-Go Becher sind zufällig überall gerade aus 🙂 Dann wird das Essen eben ungewürzt serviert und man bringt sich einfach seine eigene Tasse von zu Hause mit – so einfach ist das.

Kuba wandelt sich – das spürt man an jeder Ecke. Für mich persönlich war der Kurzbesuch genug, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Wenn ich irgendwann mal wieder komme, stehen dort bestimmt gläserne Hochhäuser und in Coffee Shops bedienen Zigarren rauchende Kubaner mit Chucks und Ray-Ban– dann hoffentlich wieder zu Samba-Klängen.

Nette Australier in meinem Hostel in Havanna - sie wollten unbedingt auf meinen Blog :-)
Nette Australier in meinem Hostel in Havanna – sie wollten unbedingt auf meinen Blog 🙂
So langsam geht es für mich weiter nach Südamerika – nächste Stopps bis dorthin – Nicaragua, Costa Rica und Panama.

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