Gestatten – Fräulein Bergziege – angekommen am ABC

„Bistare, bistare – jum jum.“ – „Nur schön langsam gehen.“ – ist der Satz, den ich in der letzten Woche am Häufigsten gehört habe.

Nach 12 Tagen, 97 Kilometern teils steil bergauf teils „Nepali flat“ (ständig bergauf/bergab) und ca. 20.000 Steinstufen haben wir es „bistare, bistare“ endlich ins Annapurna Base Camp (ABC) auf 4.130 Meter und wieder zurück geschafft.

Angekommen am ABC
Angekommen am ABC

Das Ziel des so genannten „Annapurna Sanctuary Treks“ ist der südliche Annapurna Gletscher, der direkt hinter dem ABC beginnt und den man nachts unheimlich knacken hört.

Meine Motivatoren unterwegs - Lenny und Phillip aus Lindau
Meine Motivatoren unterwegs – Lenny und Phillip aus Lindau

Vom Basecamp aus sieht man einige der höchsten Berge der Welt direkt vor sich aufsteigen:

  • darunter der Annapurna I (8.091 m – 9. höchster Berg)
  • weitere fünf 7.000er
  • sowie das Matterhorn Nepals, den Machhapuchhre (6.997m), der noch niemals von Menschen bestiegen wurde.

Direkt vor dem ABC stehen zahlreiche Gedenkplatten für Bergsteiger, die auf dem Weg zu den Gipfeln verunglückt sind.

11.-14.02.2016_2

Nach einer Nacht bei -15 Grad Außentemperatur – ohne Heizung – geht es wieder „bistare, bistare“ zurück nach Pokhara. Schon hinter Himalaya auf 2.900 verändert sich die Landschaft von einer Geröllwüste über Bambuswälder hin zu Kleingärten mit Kartoffeln, Zwiebeln und Getreide.

11.-14.02.2016

Trotz der Freude darüber, dass wir es geschafft haben, bin ich tatsächlich nun ganz happy, wieder in der Zivilisation zu sein.

Je tiefer wir kommen, desto mehr steigt der Komfort der Unterkünfte. In Pokhara angekommen freue ich mich gerade tierisch, darüber:

  • einfach mal wieder warm zu duschen (unterwegs war duschen teilweise nur mit Eimer oder gar nicht möglich)
  • Nachts ohne drei Schichten Klamotten und 2 Schlafsäcke zu schlafen
  • Mineralwasser aus Flaschen zu trinken
  • eine westliche Toilette zu benutzen
  • mal wieder Fleisch zu essen
  • und eine frisch bezogene Bettdecke zu haben

Trotz allen Widrigkeiten bin ich unglaublich stolz, dass ich diesen Trek durchgezogen, unterwegs viele tolle Leute getroffen und durch meinen Guide und Porter auch die (An)Gewohnheiten der Nepali besser kennengelernt habe.

Nach einer großartigen Zeit geht es am Sonntag für mich nicht wie geplant nach Malaysia, sondern erst einmal nach Singapur, um mein Visum für China zu beantragen. Immer dieser Bürokram 😀

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