Laos: Manchmal kommt es eben anders

 Wusstet ihr, dass Laos:
  • das am Meisten bombardierte Land der Erde ist?
  • keine Küste hat, aber vom Mekong durchzogen wird?
  • französische Kolonie war und nach wie vor vom Sozialismus geprägt ist?
  • der größte Geldschein (100.000 KIP) gerade mal 11€ wert ist?
Laos war für mich ein großes Fragezeichen auf der Asienkarte. Von den meisten Ländern hat man ja eine gewisse Vorstellung, aber Laos…Ich hatte keine Ahnung was uns erwarten würde.

Der Großteil der Bevölkerung besteht aus (Reis)Bauern – Industrie und Tourismus sind trotz der Öffnung 1986 kaum entwickelt. Erstmal ein riesiger Unterschied zu Thailand.

Panorama von Luang Prabang
Panorama von Luang Prabang

Doch wenn sich der Morgentau verzogen hat, zeigt sich eine wunderbar ursprüngliche Landschaft am Mekong ohne große Hotelbunker, mit alten französisch angehauchten Guest Houses. Überall in der Stadt verteilt findet man kleine Cafés mit Baguette und Croissant – Überreste der Kolonialzeit. Auf dem Nachtmarkt gibt es jeden Abend ein köstliches All-you-can-eat Buffet für ganze 1,50€.

All-you-can-eat Buffet auf dem Markt
All-you-can-eat Buffet auf dem Markt

Im Gegensatz zu seinen Nachbarländern hat Laos sich voll und ganz dem Ökotourismus verschrieben –  dementsprechend sind die Preise der Touranbieter auch mehr als unverschämt. 79$ pro Person für einen halben Tag am Wasserfall – nicht mit uns.

Wir haben uns dann kurzerhand entschieden die Tour ohne Anbieter und mit dem Mountain-Bike zu unternehmen. Bei 30 km mit dem Rad bergauf/bergab sieht man definitiv viel mehr von Land&Leuten als in einem klimatisierten Minivan. Es hat sich gelohnt.

30 km Radtour zum Wasserfall
30 km Radtour zum Wasserfall

Mein absolutes Highlight in Luang Prabang war jedoch mein Tag als Reisbauer.

Mein Tag als Reisbauer
Mein Tag als Reisbauer

Die Living Land Company (eine Art LPG) vergibt Ackerfläche an ansässige Bauern und bewirtschaftet zusammen mit Touristen die Felder auf ursprüngliche Weise ohne Maschinen. Ihr glaubt gar nicht wie viel Arbeit es ist bis das Reiskorn auf dem Teller liegt…

Ich hatte in Laos eine Art zweites Indien erwartet, aber ein entspanntes, sehr ursprüngliches Land zum Entspannen gefunden. Manchmal kommt es eben anders…Das gilt auch für unsere Reisepläne. Wegen einer vorhergesagten Kaltfront mit 13 Grad und drei Tagen Dauerregen werden wir das Tubing in Vang Vieng (Laos) canceln und statt dessen zurück ins warme Thailand fliegen.
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2 Gedanken zu “Laos: Manchmal kommt es eben anders

  1. Gabi Karl

    Hallo Antje, hier ist Gabi aus Meng.-Hämmern. Deine Berichte finde ich total interessant. Toll, dass wir das alles verfolgen können. Wir wünschen Dir weiterhin viel Spaß, tolle Abenteuer und nur angenehme Überraschungen.:) Genieße das alles in vollen Zügen!!! Viele liebe Grüße!

    Gefällt mir

  2. Robert Heuser

    Deinen Bericht über Laos fand ich klasse. Dass das Land nach der Öffnung auch mal „versaut“ sein wird, steht außer Frage. Solange es noch so ursprünnglich ist, sollte man es genießen.
    Lg und weiterhin vel Spaß
    Robert

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